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GAS – Rückblick 07/2026

31. Aug. 2026 | Energy

Im Würgegriff der geopolitischen Spannungen

Die Erleichterung über die Deeskalation des Iran-Kriegs im Juni währte nur kurz. Schon im Juli flammten die Angriffe erneut auf. Die Folge: Die Notierungen für Gas gingen wieder nach oben – bis in etwa auf das Level von März, freilich von einem um etwa 10 EUR/MWh höheren Ausgangsniveau kommend. Im Monatsverlauf stiegen die Preise fast täglich: von durchschnittlich 46,18 EUR/MWh im ersten Drittel über 54,37 EUR/MWh im zweiten bis hin zu 60,89 EUR/MWh im dritten Drittel. Auf diesem extrem hohen Niveau setzte dann eine Stabilisierung ein. In Summe schloss der Spotmarkt für Gas im Juli bei durchschnittlich 54,04 EUR/MWh ab. Das sind etwa 9,0 EUR/MWh mehr als im Juni.  

Die neuerliche Eskalation im Nahen Osten könnte mittelfristig für Versorgungsengpässe sorgen. Die Gasspeicher in Deutschland und in Europa sind derzeit noch immer rund 10 Prozent weniger gefüllt als im Vorjahr – ein historischer Tiefstand seit 2011. Gleichzeitig sind die Auffüllraten überschaubar und die Importmengen schwach. Diese Gemengelage bildete im Juli angesichts der Notwendigkeit, Gas für die Stromproduktion zu nutzen, um eine Grundlast sicherzustellen, den Nährboden für Preiserhöhungen. 

Hinzu kommt: Um LNG-Lieferungen aus den USA ist mittlerweile ein weltweiter Wettbewerb entbrannt. Große Marktteilnehmer aus dem Nahen Osten kaufen das US-Flüssigerdgas, um ihre Lieferverpflichtungen gegenüber Asien und im Speziellen China erfüllen zu können. Zugleich besteht Ungewissheit darüber, über wie viel nationale Öl- und Gasreserven die Chinesen tatsächlich noch verfügen. Peking hatte in den vergangenen Monaten zumindest einen Teil der gebunkerten Vorräte freigegeben, um die Industrie zu stützen. 

Die Futurepreise zeigen gegenüber dem Vormonat eine fast identische Bewegung wie der Spotmarkt (+9,0 EUR/MWh), während der Future 2027 im Juli mit durchschnittlich 41,84 EUR/MWh mit einem Plus von 4,30 EUR/MWh zum Vormonat abschloss.

Die Kontraktpreise:

Kontrakt Juli: im Durchschnitt 43,00 EUR/MWh (-4,10 EUR/MWh)
Kontrakt August:
im Durchschnitt 54,49 EUR/MWh (+9,10 EUR/MWh)
Kontrakt +3 Monate:
im Durchschnitt 54,71 EUR/MWh (+9,00 EUR/MWh)

Autor: Dimitrios Koranis

Dieser Beitrag erschien am 07.08.2026 bei KI Web (Kunststoff-Information).

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