Die Temperaturen sinken – und mit ihnen die Preise

Die Entspannung am Strommarkt gegen Ende November hielt auch im Dezember weitgehend an. Der Durchschnittspreis am Spotmarkt in Höhe von 92,26 EUR/MWh war zwar absolut betrachtet hoch, im Jahresvergleich mit Dezember 2024 (120 EUR/MWh) aber günstig. Zum Monatsanfang lagen die Notierungen im Schnitt noch bei 98,60 EUR/MWh, während sie sich im zweiten Monatsdrittel bei 93,83 EUR/MWh bewegten, um im letzten Drittel auf 85,21 EUR/MWh zu fallen.
Hauptgründe und Einflussfaktoren waren angebotsseitig vor allem in der ersten Monatshälfte die üppige Windkraft, das durchgehend gute Lieferniveau der französischen Atomkraftwerke und das vorhandene Gasangebot. Auf Nachfrageseite profitierten die Verbraucher von einer milden ersten Monatshälfte sowie dem feiertagsbedingt deutlich reduzierten industriellen Strombedarf.
Die kurzfristigen Frontmonate verhielten sich analog dem Spotmarkt, wobei bedingt durch die Wetterprognosen ein höheres Preisniveau unterstellt wurde. Der Jahreskontrakt für 2026 schloss bei durchschnittlich 84,83 EUR/MWh, was ein klares Signal für weitere Reduzierungen darstellt. Der Future für 2027 lag im Schnitt mit 82,79 EUR/MWh nochmals ein gutes Stück unter dem Preis von 2026.
Die Kontraktpreise:
Kontrakt Dezember: im Durchschnitt 93,79EUR/MWh
Kontrakt Januar: im Durchschnitt 101,42 EUR/MWh
Kontrakt +3 Monate: im Durchschnitt 94,25 EUR/MWh
Autor: Dimitrios Koranis
Dieser Beitrag erschien am 09.01.2026 bei KI Web (Kunststoff-Information).

