Die Temperatur steigt, der Preis sinkt

Die Temperaturen stiegen im Februar von bitterkalt auf normalkalt – und entsprechend reagierten die Strompreise am Spotmarkt. Während im ersten Monatsdrittel Preise von durchschnittlich 112,95 EUR/MWh zu verzeichnen waren – in etwa auf dem Niveau des Vormonats –, erlebten das zweite und vor allem das dritte Drittel mit 68,78 EUR/MWh eine spürbare Entlastung. Verbraucher waren wieder auf der Sonnenseite des Einkaufslebens. In Summe lagen die Spotpreise im Februar bei durchschnittlichen 94,55 EUR/MWh. Gegenüber dem Januar bedeutete das eine Reduzierung um etwa 25 EUR/MWh. Somit wurde wieder das Niveau von Dezember 2025 erreicht.
Hauptgründe und Einflussfaktoren waren angebotsseitig die spürbare Reduzierung der CO2-Zertifikatspreise infolge der rückläufigen Notwendigkeit, aus traditionellen Quellen Strom zu erzeugen. Die Stabilisierung der Gaspreise sowie die wieder vermehrten Beiträge aus regenerativen Quellen wirkten sich ebenfalls positiv aus. Aus dem benachbarten Ausland wurden zudem keine Produktions- oder Versorgungsstörungen berichtet.
Nachfrageseitig wirkte der Anstieg der Temperatur positiv, weil dadurch das Gas für die Stromerzeugung nicht knapp wurde. Die industrielle Nachfrage zeigte erstmalig moderate zyklische Erholungssignale.
Die kurzfristigen Frontmonate verhielten sich analog dem Spotmarkt. Die Futures für den Frontmonat März gingen um etwa 27 EUR/MWh zurück, was für eine weitere Erholung spricht. Der 3-Monatskontrakt ging um denselben Betrag auf etwa 75 EUR/MWh zurück und fiel zuletzt sogar unter die 70-EUR/MWh-Marke.
Die Kontraktpreise:
Kontrakt Februar: im Durchschnitt 101,84 EUR/MWh
Kontrakt März: im Durchschnitt 85,54 EUR/MWh
Kontrakt +3 Monate: im Durchschnitt 76 EUR/MWh
Autor: Dimitrios Koranis
Dieser Beitrag erschien am 06.03.2026 bei KI Web (Kunststoff-Information).

